Kürzlich haben wir gemeinsam mit unserem Partner Wenk Schweißtechnik iD gGmbH in Offenburg besucht, um zu sehen, wie sich ihr Schleifprozess für Wolframelektroden im Laufe der Zeit entwickelt hat. Die automatisierte Lösung optimiert weiterhin Produktivität, Sicherheit und Inklusion am Arbeitsplatz.
Unterstützung der Inklusion am Arbeitsplatz

Die iD gGmbH engagiert sich für die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen am Arbeitsplatz und ist Teil der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch. Die Organisation hilft seit mehr als 50 Jahren Menschen, durch berufliche Ausbildung und sinnvolle Beschäftigung am Arbeitsleben teilzunehmen.
In der Abteilung „Fertigung und Montage“ schleifen die Mitarbeiter jährlich zwischen 80.000 und 100.000 Wolframelektroden, manuell für externe Kunden. Jede Elektrode wurde früher beidseitig an einem modifizierten Bandschleifer angeschliffen, was motorisch und arbeitsschutztechnisch eine anspruchsvolle Aufgabe war.
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Herausforderungen des manuellen Schleifens
Das manuelles Schleifen brachte mehrere Herausforderungen mit sich:
– Belastung durch Schleifstaub und Lärm, erhöhtes Risiko körperlicher Belastung und Verletzungen, sowie Schwierigkeiten, bei so hohem Volumen gleichbleibend, reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.
– Zudem wird beim trocken Schleifen die Elektrodenspitze sehr schnell überhitzt.
Diese Herausforderungen unterstrichen die Notwendigkeit eines sicheren, kontrollierten und effizienten Schleifprozesses
Implementierung einer automatisierten Lösung
Gemeinsam mit unserem Partner Roland Großmann von Wenk Schweißtechnik in Binzen, haben wir zunächst eine Lösung aus zwei Ultima-TIG® Nassschleifern in Kombination mit dem AutoGrind Digital-Modul implementiert, um einen automatisierten Schleifprozess zu ermöglichen. Mittlerweile sind dort fünf solcher Anlagen im Einsatz.
Die Ergebnisse waren sofort:
– Gleichmäßige Schliffqualität

– Reproduzierbare Schleifwinkel
– Deutlich erhöhter Durchsatz
– Komplett eliminierte Staubbelastung
– Weniger körperliche Belastung und geringeres Verletzungsrisiko
– Stabiler und planbarer Produktionsprozess
– überhitzungsfreier, “kalter” Schliff
Die geschlossene Schleifkonsole verhindert vollständig den Kontakt mit der Schleifscheibe und vermeidet das Austreten von Staubpartikeln, da das Schleifgut durch Schleif- und Kühlflüssigkeit gebunden wird.
Gleichzeitig wurde der, bisher als „heißer“ Trockenschliff bekannte Prozess, in einen „kalten“ Nass-Schleifprozess umgewandelt, was zu einer höheren Standzeit der Elektrode führt. Das war ein großer Fortschritt in Arbeitssicherheit und Produktionsprozess. Wartungsschulungen wurden durchgeführt, um eine reibungslose Einführung und den langfristigen Betrieb sicherzustellen.
Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen, wobei sowohl iD gGmbH als auch deren Endkunde deutliche Vorteile in Arbeitsablauf, Sicherheit und Gesamtleistung erzielten
Optimierung des Arbeitsplatzes
Im Laufe der Zeit hat das Team von iD gGmbH den Arbeitsbereich und die Handhabung rund um die Schleifstationen optimiert, um besser auf die Bedürfnisse von Mitarbeitenden mit Einschränkungen einzugehen. Diese Anpassungen machen den Prozess einfacher, sicherer und zugänglicher für die Bediener.
Eine langfristige Partnerschaft
Die Zusammenarbeit mit iD gGmbH entwickelt sich weiter, während der automatisierte Schleifprozess für Wolframelektroden im Laufe der Zeit weiter verfeinert und verbessert wird. Diese Lösung erhöht die Präzision, schützt die Mitarbeitenden, verbessert die Arbeitsbedingungen und unterstützt eine nachhaltige Produktion.

